Kooperationsklasse

Seit dem Schuljahr 2006/2007 wird den Schülern der Peter-Meyer-Schule im Rahmen eines Schulversuchs die Möglichkeit angeboten, nach der 8. Klasse in die zweijährige Kooperationsklasse zu wechseln.

Die Kooperationsklasse wird gemeinsam von der Peter-Meyer-Schule (SBBZ – Förderschwerpunkt Lernen) und den Beruflichen Schulen Schramberg-Sulgen getragen. In enger Zusammenarbeit von Lehrkräften beider Schulen wurde eine Konzeption erarbeitet und die entsprechenden Anträge zur Genehmigung des Schulversuchs gestellt.

Schüler der Peter-Meyer-Schule sind in früheren Jahren oftmals im Regel-BVJ aus verschiedensten Gründen gescheitert. Ein gelingender Übergang vom SBBZ in eine Berufsausbildung oder eine Arbeitstätigkeit bedarf besonderer Begleitung. Lehrer der beruflichen Schulen und der bisherige Klassenlehrer der Peter-Meyer-Schule müssen deshalb intensiv zusammenarbeiten.

Wahrend in den ersten Jahren ausschließlich Schülerinnen und Schüler der Peter-Meyer-Schule die Kooperationsklasse besuchten, steht diese jetzt auch Schülerinnen und Schülern mit anderer Bildungsherkunft offen, auch der Einstieg in die Kooperationsklasse 2 ist möglich.

Ziele der Kooperationsklasse sind dementsprechend:

  • Erfüllen der Berufsschulpflicht
  • VAB-Abschluss und möglichst Zusatzprüfung zum Erwerb eines dem Hauptschulabschlusses gleichwertigen Bildungsstand mit Englisch
  • Anstreben einer Berufsausbildung bzw. eines Arbeitsplatzes oder gegebenenfalls Eingliederung in Reha Maßnahmen der Agentur für Arbeit.
  • Vermeidung von „Lebensbrüchen“

Übersicht über die Konzeption der Koop-Klassen:

Im ersten Jahr der Kooperationsklasse werden die Schüler einen Tag in den beruflichen Schulen im fachpraktischen Unterricht „Hauswirtschaft“ und „Holz/Metall“ von Lehrern der beruflichen Schule unterrichtet. Die übrigen Fächer werden im SBBZ von Sonderschullehrern unterrichtet.

In der Kooperationsklasse 2 wechseln die Schüler in die beruflichen Schulen, werden aber weiterhin in Mathematik und Deutsch vom bisherigen Klassenlehrer des SBBZ unterrichtet.

Sowohl die Schüler der Kooperationsklasse 1 als auch die der Kooperationsklasse 2 absolvieren über das ganze Schuljahr hinweg ein Tagespraktikum in einem Betrieb.

Beispiel-Stundenpläne der Koop-Klasse1 und Koop-Klasse 2

Die Ergebnisse sind ermutigend:
(Angaben beziehen sich jeweils auf den Zeitpunkt der Schulentlassung)

Am Ende des Schuljahres 2007/2008 wurde der erste Jahrgang einer Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen.

  • Von 15 Schülern haben 14 Schüler die Zusatzprüfung bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von 15 Schülern beginnen 8 eine Berufsausbildung, 3 eine Qualifizierungsmaßnahme der AfA, 1 besucht die einjährige Berufsfachschule und 3 sind noch unversorgt.

Am Ende des Schuljahres 2008/2009 wurde der zweite Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Alle 7 Schülerinnen und Schüler haben die Zusatzprüfung bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von 7 Schülerinnen und Schülern beginnen drei eine Ausbildung, zwei ein Jahrespraktikum als Voraussetzung zur Ausbildung als Altenpflegehelferinnen und zwei eine Qualifizierungsmaßnahme der AfA in Berufsausbildungswerken.

Am Ende des Schuljahres 2009/2010 wurde der dritte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 8 Schülerinnen und Schülern haben 7 Schüler die Zusatzprüfung bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von 8 Schülerinnen und Schülern beginnen 7 eine Ausbildung, ein Schüler ist noch unversorgt.

Am Ende des Schuljahres 2010/2011 wurde der vierte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 11 Schülerinnen und Schülern haben 9 Schüler die Zusatzprüfung bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von 11 Schülerinnen und Schülern beginnen 5 eine Ausbildung, 4 Schüler eine berufsvorbereitende Bildungsmaßname und 2 Schüler sind derzeit unversorgt.

Am Ende des Schuljahres 2011/2012 wurde der fünfte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 11 Schülerinnen und Schülern haben alle 11 Schüler die Zusatzprüfung bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von 11 Schülerinnen und Schülern beginnen 5 eine Ausbildung, 5 Schüler eine berufsvorbereitende Bildungsmaßname bzw. Jahrespraktikum als Voraussetzung zur Ausbildung als Altenpflegehelferinnen und 1 Schüler ist derzeit unversorgt.

Am Ende des Schuljahres 2012/2013 wurde der sechste Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 16 Schülerinnen und Schülern haben 13 Schüler die Zusatzprüfung bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von 15 Schülerinnen und Schülern beginnen 3 eine Ausbildung, 5 Schüler eine berufsvorbereitende Bildungsmaßname, 7 Schülerinnen und Schüler besuchen eine weitere Schule und 1 Schüler ist derzeit unversorgt.

Am Ende des Schuljahres 2013/2014 wurde der siebte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 5 ehemaligen Förderschülerinnen und -schülern haben alle Schüler die Zusatzprüfung mit Englisch bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von den 5 Schülern beginnen 4 Schüler eine Ausbildung und eine Schülerin besucht weiterhin eine Schule.

Am Ende des Schuljahres 2014/2015 wurde der achte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 10 ehemaligen Schülern des SBBZ haben 9 Schüler die Zusatzprüfung mit Englisch bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von den 10 Schülern beginnt 1 Schüler eine Ausbildung, zwei Schüler sind in BvB, 1 Schüler in Arbeit, 3 Schüler besuchen weiterhin eine Schule und bei 3 Schülern ist der Werdegang unbekannt.

Am Ende des Schuljahres 2015/2016 wurde der neunte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 6  Schülern des SBBZ haben 5 Schüler die Zusatzprüfung mit Englisch bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von den 6 Schülern beginnen 4 Schüler eine Ausbildung, ein Schüler eine BvB, und ein Schüler besucht eine AV-dual – Klasse.

Am Ende des Schuljahres 2016/2017 wurde der zehnte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 9 Schülern des SBBZ haben 8 Schüler die Zusatzprüfung mit Englisch bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von den 9 Schülern beginnen 5 Schüler eine Ausbildung, zwei Schüler eine BvB, ein Schüler besucht eine einjährige BFS, bei einem Schüler ist der Anschluss unbekannt.

Am Ende des Schuljahres 2017/2018 wurde der elfte Jahrgang der Kooperationsklasse von den beruflichen Schulen entlassen:

  • Von 10 Schülern des SBBZ haben 8 Schüler die Zusatzprüfung mit Englisch bestanden und damit einen Hauptschulabschluss erreicht.
  • Von den 10 Schülern beginnen 5 Schüler eine Ausbildung, drei Schüler eine BvB, ein Schüler ist in Arbeit und eine Schülerin besucht eine AV-dual – Klasse.

Die folgende Grafik zeigt den Anteil der erfolgreich bestanden Hauptschulprüfungen und den Verbleib der Abgänger unmittelbar nach Schulabschluss in den Jahren 2008 bis 2018:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächste Grafik zeigt den aktuellen Stand (Oktober 2017) der beruflichen Eingliederung aller 99 Schülerinnen und Schüler, die seit 2007/08 die Kooperationsklasse abgeschlossen haben. Bei etwa einem Drittel der Schulabgänger ist der derzeitige Stand unbekannt bzw. sie sind ohne Arbeit, während etwa zwei Drittel in Ausbildung/BvB/Schule bzw. in Arbeit sind. Von allen 99 Abgängern seit 2007/08 haben bisher 38 (das entspricht 38%) ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Weitere Informationen:

Konzeption der Kooperationsklasse

Informationsblatt für die Eltern